Extreme Hitze ist in Rom keine Ausnahme mehr, sondern ein immer wiederkehrender Bestandteil des Sommers. Daher hat die italienische Hauptstadt einen umfassenden Hitzeplan vorgelegt. Laut Stadtverwaltung ist Rom die erste Stadt in Italien, die einen so weitreichenden Ansatz verfolgt, um Einwohner und Besucher besser vor hohen Temperaturen zu schützen.
Die Stadt stellt in den kommenden fünf Jahren 50 Millionen Euro für Dutzende von Maßnahmen bereit, die die Auswirkungen von Hitzewellen abmildern sollen. Dies umfasst nicht nur Sofortmaßnahmen an heißen Tagen, sondern auch Anpassungen, die Rom langfristig widerstandsfähiger gegen ein wärmeres Klima machen sollen.
Tropische Nächte
Klimastudien zeigen, dass Rom in den letzten Jahren immer häufiger unter anhaltender Hitze leidet. Nicht nur werden tagsüber immer öfter Temperaturrekorde gebrochen, sondern auch nachts kühlt es immer weniger ab. Sogenannte Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt, treten immer häufiger auf.
Zusätzlich trägt der sogenannte städtische Wärmeinseleffekt dazu bei, dass sich die Stadt besonders warm anfühlt. Gebäude, Asphalt und Autos speichern tagsüber Wärme und geben sie abends und nachts langsam wieder ab. Dadurch bleiben dicht bebaute Viertel oft deutlich wärmer als das umliegende Land.
Mehr Bäume, weniger Stein
Ein wichtiger Bestandteil des Plans ist die weitere Begrünung der Stadt. Seit 2022 wurden bereits rund 38.000 neue Bäume gepflanzt, und in den kommenden Jahren sollen Hunderttausende weitere hinzukommen. Außerdem wurden verschiedene neue Parks angelegt und die Anzahl der Grünflächen erweitert.
Darüber hinaus entfernt die Stadtverwaltung an verschiedenen Stellen befestigte Flächen, um Platz für Grün zu schaffen. Weniger Asphalt und mehr Bepflanzung sollen dafür sorgen, dass Regenwasser besser abfließen kann und sich die Stadt an heißen Tagen weniger schnell aufheizt.
Unterkünfte
An heißen Tagen können Einheimische und Touristen bald ein Netz sogenannter Klimaschutzräume nutzen. Eine öffentliche Karte zeigt Bibliotheken, Kulturzentren, Parks und andere kühle Orte, an denen man der Hitze kurz entfliehen kann.
Besonderes Augenmerk gilt gefährdeten Gruppen wie älteren Menschen, Kleinkindern und Menschen mit gesundheitlichen Problemen. In Kindertagesstätten werden zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Raumtemperatur erträglich zu halten.
Auch für Touristen angenehm.
Obwohl der Hitzeplan in erster Linie für Roms über 2,7 Millionen Einwohner gedacht ist, profitieren auch Touristen davon. Die neuen schattigen Plätze, zusätzlichen Grünflächen und kühlen öffentlichen Bereiche machen einen Besuch der Stadt an heißen Sommertagen angenehmer.
Die Stadtverwaltung betont, dass Hitzewellen nicht länger als vorübergehende Notfälle betrachtet werden. Laut Bürgermeister Roberto Gualtieri gehört extreme Hitze nun zum Klima der Zukunft. Rom will sich darauf durch Investitionen in Grünflächen, öffentliche Einrichtungen und klimaresistentes Bauen vorbereiten.
Die sogenannten „Piano CaldoSie finden dies auf der Website der Stadt Rom.
Quelle: wantedinrome.com


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