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Kolumne: Geburtstagsfeiern (Teil 1)

Italienische Geburtstagsfeier

Bei uns zu Hause ist die Party nach den Ferien noch nicht zu Ende: Im Januar hat die Jüngste Geburtstag. Und das bedeutet neben einer neuen Geschenkesuche und dem Backen des Lieblingskuchens mit viel Schokolade auch die Organisation einer Party. Aber die Schlüsselfrage ist "wie?" Mit 13 Jahren mag sie zu meiner Erleichterung keine typisch italienische Kinderparty. Gewöhnt an altmodische holländische Kinderfeste mit Eselspieß und Keksbissen, war das erste Mal, als ich eine solche italienische Geburtstagsfeier erlebte, ein kleiner „Kulturschock“.  

Italienische Geburtstagsfeier

Vor etwa 10 Jahren wurde mein kleiner Sohn zu seiner allerersten Geburtstagsfeier eingeladen. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der angegebenen Adresse nicht um das Haus des Geburtstagskindes handelte, sondern um ein fröhlich mit Luftballons und Luftschlangen geschmücktes Gemeindehaus.

Und drinnen fanden wir keine kleine Gruppe von Klassenkameraden, sondern eine ganze Gruppe von Kindern unterschiedlichen Alters. Nicht nur die Kindergartenklasse des Sohnes war anwesend, sondern auch der Rest der Schule. Vom 3-Jährigen bis zum Schulabgänger im Alter von fast 6 Jahren. Auch alle mitgereisten Geschwister waren herzlich willkommen, mitzufeiern.

Lautes Spektakel

Die Kleinkinder und die Katze-vom-Baum-beobachtenden Vorschulkinder blickten sicher auf Mamas oder Papas Schoß an der Seite des Zimmers auf das Kindergewirr, das sich völlig löste. Unter viel Gebrüll und Geschrei jagten sie sich aus unbekannten Gründen gegenseitig.

Der kleine Sohn war genauso benommen wie ich und wollte vor allem in meiner Nähe bleiben. Ungefähr 10 Minuten. Lange genug, um sich an den Anblick und den Lärm zu gewöhnen. Und das lange genug, bis mir klar wurde, dass meine Pläne, bald einkaufen zu gehen, scheitern würden: Alle kamen, um Kinder abzugeben, aber niemand ging.

Gewirr von Kleinkindern

Also blieb ich auch. Ein bisschen über Smalltalk geredet. Erklärte mehrmals, dass die kleine Tochter nicht kam, weil sie noch schlief. Versicherte allen, dass sie beim nächsten Mal natürlich nicht fehlen würde. Und wartete darauf, dass einer der Eltern des Geburtstagskindes signalisierte, das erste Spiel zu starten.

Es wurde immer später. Das Gewirr von Kleinkindern rannte immer wieder herum und wurde dadurch mit Stürzen und Weinanfällen etwas müde. Und ich habe gewartet. Ich goss dem verschwitzten Sohn und dem Freund Wasser und Cola ein und gab jedem von ihnen einen Teller mit Chips vom Buffet. Und gewartet. Ich half Großmüttern beim Auspacken der Pizzastücke, der Sandwiches und der Süßigkeiten. Und gewartet.

Keine Keksbisse oder das Anstupsen eines Esels

Und als 2 Stunden nach Beginn der Feier die Geschenke ausgepackt wurden und wir alle ein Stück von der Riesentorte bekamen, war mir klar, dass ich nicht mehr warten musste. Die Party war vorbei. Die Leute begannen sich zu verabschieden und zu gehen. Wir halfen beim Aufräumen und gingen nach Hause. Ohne in Kekse zu beißen oder Esel zu stupsen. Mit klingelnden Ohren wegen der plötzlichen Stille. Und ein ganz neues Partyerlebnis noch reicher. 

Fortgesetzt werden…

(Teil 2 dieser Kolumne über italienische Kinderfeste finden Sie hier)

Foto Credit

Geschrieben von Myrthe Klaus

Unser tägliches Leben in Italien, das manchmal in kleinen Dingen so unterschiedlich ist, aber sicherlich für jeden in den Niederlanden sehr gut erkennbar ist, ist die Grundlage für meine Kolumnen und Artikel hier auf This is Italy. Ich arbeite als freiberufliche Texterin und schreibe für und über Unternehmerinnen. Ich lebe seit Jahren in der Toskana, in der Nähe von Pisa.

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