Jeder kennt sie, die Vespas, mit denen sich viele Italiener geschmeidig durch den dichten Verkehr der Stadt navigieren. Im Die Marken (Le Marche) sind sie eigentlich gar nicht nötig. Hier haben wir keine Staus auf den kurvenreichen Straßen im Hinterland und auch nicht in den kleinen Orten. Die Vespa wird hier natürlich genutzt, aber hauptsächlich in der Freizeit.
Viele Urlauber träumen von einer Reise durch die italienische Landschaft mit atemberaubenden Ausblicken. Darauf reagieren viele Firmen, die Vespas an Touristen vermieten. Genauso viel Spaß macht es, eine Vespa-Tour für eine Gruppe niederländischer Mitarbeiter zu organisieren!
Vespa-Tour
Aber nicht nur Touristen kommen nach Italien, um Roller zu fahren. Wir wurden über einen unserer Bekannten angesprochen, um eine Vespa-Tour für Mitarbeiter eines Unternehmens mit Sitz in De Marken zu organisieren.
Aus den Niederlanden statten sie ihrem Unternehmen einen Blitzbesuch ab und am Nachmittag bleibt Zeit für einen zwanglosen Ausflug. Wir durften die Fahrt abstellen, wofür der Veranstalter sein Fiat 500 Cabrio zur Verfügung stellte. Nach der Vespa ist dies sicherlich eine der idealsten Möglichkeiten, um die märznische Landschaft zu erkunden.
Reben und Weizenfelder
Mit dem Wind im Haar fahren wir an einem sonnigen Tag etwas südlich des Flusses Esino zwischen Weinreben und Weizenfeldern hindurch. Nachdem wir viele Straßen erkundet und verschiedene Dörfer und Terrassen besucht haben, zählen wir die Kilometer zusammen und legen ein paar Fotostopps dazwischen.
Dem Fiat 500 gefällt es gut. Deshalb vereinbaren wir, dass ich einen gemieteten Fiat 500 hinten an der Tour fahre, ganz stilecht, damit ich Fotos machen und ein Video machen kann.
Wir starten in Cupramontana, der Hauptstadt der Weinregion Verdicchio, wo im Oktober die berühmten Weinfeste stattfinden. Unterwegs halten wir am Stausee von Cingoli und fahren weiter zum gleichnamigen Ort.
Der Balkon von De Marken
Cingoli wird auch der Balkon von De Marken genannt. Bei klarem Wetter sieht man vom Meer bis zu den Monti Sibillini. Leider ist das Wetter am Tag selbst nicht so, dass es funktioniert. Eine kleine Dusche sorgt dafür, dass wir schnell in eine italienische Bar für einen leckeren Caffè eintauchen.
Die Fahrt gelingt, wir überschreiten die vereinbarten 40 Kilometer pro Stunde. Die Männer freuen sich darauf und fahren wie auf einem Motorrad. Viel Aufmerksamkeit haben wir unterwegs, wenn wir wie ein Pendel durch die Dörfer fahren.
Wir besuchen a Ölmühle und lernen Sie den Prozess der Olivenölherstellung kennen. Allein in De Marken gibt es sechzig verschiedene Arten von Olivenbäumen. Natürlich beenden wir diesen Besuch mit einer Verkostung. Es werden köstliche Snacks serviert: Bruscetta, Tapenade, Käse mit hausgemachtem Honig und Melone.
Über Staffolo, das von einer wunderschönen mittelalterlichen Mauer umgeben ist, fahren wir zurück nach Cupramontana. Dort erwartet uns ein Leckerbissen Snacks und wir lassen einen sehr erfolgreichen Tag mit einem Toast ausklingen.
Text und Fotos von Marion aus der Ferienunterkunft La Valle Verde





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